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Aktuelle Projekte

Forschungsgruppe „Sicherheitskapitalismus“

Die Forschungsgruppe Sicherheitskapitalismus besteht aus Prof. Dr. Oliver Kessler, Prof. Dr. Andreas Goldthau, Prof. Dr. Sophia Hoffmann und Prof. Dr. Michael Riegner. Die Forschungsgruppe zeigt mit dem Begriff Sicherheitskapitalismus die zunehmende Überlagerung von Sicherheit und Ökonomie an und verbindet damit die Richtungen Sicherheit (Prof. Hoffmann), Politische Ökonomie (Prof. Kessler), Recht (Prof. Riegner) und Public Policy (Prof. Goldthau). Das gemeinsame Forschungsinteresse fokussiert die Frage, in welchem Zusammenhang Sicherheitspolitik mit kapitalistischer Wertschöpfung steht. Dabei geht es unter anderem darum, das enge Zusammenwirken von privatwirtschaftlichen und staatlichen Akteuren in Bereichen wie z. B. Sicherheitsapparaten, Energiewirtschaft, globalen Lieferketten und Finanzmärkten besser zu verstehen, und dessen politische Motivationen und Auswirkungen zu analysieren.


Promotionskolleg „De-Globalisierung und Globale Entkopplung (DeGlobE)

Das Promotionskolleg „De-Globalisierung und Globale Entkoppelung“ (DeGlobE) erforscht, wie sich die unter Bedingungen der De-Globalisierung abzeichnende Neukalibrierung von Markt und Staat, Wirtschaftsparadigmen und Regulierungsebenen und -ansätzen manifestiert. Hierbei ist DeGlobE zum einen an den sich entwickelnden, spezifischen „Post-Globalisierungslogiken“ interessiert, die diese Sektoren kennzeichnen. Zum anderen soll die Frage gestellt werden, welche Folgen De-Globalisierung, Entflechtung und globale Entkoppelung für normative Ziele wie soziale Gerechtigkeit, die sozial-ökologische Transformation oder die Einhaltung der Menschenrechte haben, und welche Mechanismen an die Stelle ehemals multilateraler Ansätze treten können.

DeGlobE bietet ein interdisziplinäres Forschungsprogramm aus sicherheitspolitischer (Sophia Hoffmann, Juniorprofessorin für Internationale Politik und Konfliktforschung), politökonomischer (Oliver Kessler, Professor für Internationale Beziehungen), rechtlicher (Michael Riegner, Juniorprofessor für internationales Verwaltungsrecht und Völkerrecht) und Public Policy Perspektive (Andreas Goldthau, Professor für Public Policy an der Willy Brandt School of Public Policy). Das Kolleg ist institutionell an der Forschungsgruppe Sicherheitskapitalismus der Universität Erfurt verankert.

Das Promotionskolleg wird von der Hans-Böckler Stiftung gefördert.


Erfurter Forschungsstelle für Geoökonomie (EFGEo)

Die Forschungsstelle will interdisziplinäre Grundlagenforschung an der Schnittstelle von Internationaler Politischer Ökonomie, Rechtswissenschaften, Internationalen Beziehungen und Konfliktforschung sowie Public Policy betreiben und dies an die besondere Situation der europäischen, deutschen und thüringischen Wirtschaft rückbinden. Sie geht auf die „Forschungsgruppe Sicherheitskapitalismus“ zurück. Sie wird bis 2027 vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) gefördert. Weitere Informationen finden sich hier.


DFG Projekt: Wie re-konfigurieren sich Recht und Politik durch die Verfassungstransformationen in Bolivien und Ecuador? Eine systemtheoretische Analyse

Das von der DFG geförderte Projekt wird bis 2027 von Dr. Franz Xavier Barrios Suvelza, Prof. André Brodocz und Dr. Hannah Vermaßen bearbeitet und setzt sich mit der Verfassungstransformation in Ecuador und Bolivien und den Auswirkungen auf das Verhältnis von Recht und Politik aus systemtheoretischer Perspektive auseinander. Mehr Informationen finden sich auf der Homepage der Professur.


Forschungsgruppe „Ökologische Konflike“

Gefördert von der Gerda-Henkel Stiftung, wird die Forschungsgruppe der Humboldt Universität Berlin und der Universität Erfurt (geleitet von Prof. Dr. André Brodocz) in den kommenden Jahren zum Thema „Ökologische Konflikte“ und Konflikte um politische Repräsentanz forschen. Weitere Informationen finden Sie hier.


KNOWPRO: Wissensproduktion in der deutschen Außenpolitik

Das Projekt untersucht Prozesse der Wissensproduktion in der deutschen Außenpolitik mit einem besonderen Augenmerk auf Auslandsinterventionen in Afghanistan und Somalia und unter Anwendung qualitativer und quantitativer Methoden. Es wird geleitet von Prof. Dr. Sophia Hoffmann und weiteren Projektpartnern der Universität Bremen und der Universität Kiel.


Kompetenznetz „Postcolonial Hierarchies in Peace & Conflict“

Das BMBF-geförderte Kompetenznetz „Postcolonial Hierarchies in Peace & Conflict“, an dem die Philipps-Universität Marburg, die Universität Erfurt (vertreten durch Prof. Dr. Michael Riegner, Prof. Dr. Oliver Kessler und Prof. Dr. André Brodocz), die Universität Bayreuth sowie das Arnold-Bergstrasser Institut in Freiburg beteiligt sind, untersucht historisch geronnene postkoloniale Hierarchien in zeitgenössischen Konfliktdynamiken und deren Implikationen für eine zukünftige nachhaltige Konflikttransformation.


Amazon of Rights

Das Projekt „Amazon of Rights“ untersucht, wie ökozentrische Normativität mit sozialen Realitäten in einem wichtigen Ökosystem von planetarischer Relevanz, nämlich dem Amazonas-Fluss-System, interagiert. Dabei werden Rechtsvergleichung und visuelle ethnographische Praxis, insbesondere Dokumentarfilm, als Methode der sozio-rechtlichen Forschung eingesetzt. Das Projekt wird von der Volkswagen Stiftung gefördert von Prof. Dr. Michael Riegner als Principal Investigator zusammen mit Cecilia Oliveira am RIFS Potsdam und Luis Eslava an der Kent und La Trobe University geleitet. Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Projektes und auf der Homepage der Professur.


Globalisierung im Krebsgang: Neue Konfliktlinien in der internationalen Arbeitsteilung (Heisenberg-Förderung)

Das Arbeitsprogramm der Förderung widmet sich neuen (De)Globalisierungs-konflikten, bei denen der Rückbau transnationaler Verflechtungen verhandelt wird. Hierbei soll die Anatomie dieser Konflikte an dem zentralen Bereich der internationalen Arbeitsteilung herausgearbeitet und ergründet werden, was Deglobalisierung bedeutet. Projektverantwortlicher ist PD Dr. Stefan Schmalz.


JRT02: Kampf oder Konvergenz der Kapitalismen. Eigentumskonflikte um chinesische Direktinvestitionen in Deutschland und der Europäischen Union (Teilprojekt SFB/Transregio: „Strukturwandel des Eigentums“)

Ziel des Teilprojekts ist es, die Eigentumskonflikte zu analysieren, die aus chinesischen Direktinvestitionen in Deutschland und der EU resultieren. Das Projekt verfolgt ein Mixed-Methods-Design: Es werden Fälle von Übernahmen in der deutschen Metall- und Elektroindustrie sowie paradigmatische Fallbeispiele von Direktinvestitionen untersucht, die die Industriepolitik in Deutschland und der EU prägen. Das Teilprojekt wird von PD Dr. Stefan Schmalz geleitet.


A „Democratic State of Exception“: The corona virus controversy in Germany

Das Projekt untersucht, auf welche Weise der ‚Ausnahmezustand‘ in einer demokratischen öffentlichen Debatte ausgerollt und überwunden wird. Verantwortliche sind Prof. Dr. André Brodocz und Dr. Hagen Schölzel an der Professur für Politische Theorie der Universität Erfurt. Das Projekt wird von der Volkswagenstiftung finanziert.


ICAS:MP – Metamorphosen des Politischen

Mitglieder des C2PO sind am Projekt ‚M. S. Merian – R. Tagore International Centre of Advanced Studies‘ (ICAS:MP) beteiligt, das seit 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. ICAS:MP ist ein deutsch-indisches Gesamtprojekt und widmet sich Fragen des Politischen auf Basis von gemeinsamer akademischer Arbeit.


A Conceptual History of International Relations (CHOIR)

Das Projekt CHOIR hinterfragt etablierte Konzepte der Internationalen Beziehungen und baut auf der Kooperation zwischen dem Norwegian Institute of International Affairs und weiteren externen Partnern, darunter der Universität Erfurt, auf. Das Projekt wird von dem Research Council of Norway finanziert.